Sozialverwaltung

Je nachdem, für welche Definition man sich entscheiden will, es passt jede zu diesem Ausbildungszweig, der vom II. bis zum V. Jahrgang unterrichtet wird und sehr vielfältige Lehrinhalte und Lernziele umfasst.
Der Gegenstand Sozialverwaltung wird von einem Lehrerteam der Fächer Psychologie, Rechtskunde und Betriebswirtschaftslehre gestaltet und bietet den SchülerInnen die Möglichkeit, sich intensiv mit vielfältigen sozialen Themenbereichen auseinander zu setzen.
Die Schwerpunkte liegen je nach Jahrgang bei
| Kinder- und Jugendbetreuung | II. Jahrgang |
Gesundheitswesen Krankenhausbetrieb |
III. Jahrgang |
Behindertenbetreuung Altenbetreuung |
IV. Jahrgang |
Sozialpolitik Projektmanagement Management in Sozialeinrichtungen Öffentlichkeitsarbeit Kommunikationstraining |
V. Jahrgang |
Die SchülerInnen sollen innerhalb dieser vier Jahre Einblick in betriebs- und volkswirtschaftliche Zusammenhänge, die rechtliche Basis und die psychosozialen Aspekte sozialer Einrichtungen erhalten. Ein besonderes Anliegen sind dabei die Aktualität der Themen und die Förderung ganzheitlichen Denkens. Die SchülerInnen sollen soziale Einrichtungen und Strategien im regionalen und überregionalen Bereich kennen lernen und einen Blick dafür bekommen, welche Auswirkungen bestimmte Entwicklungen im Sozialbereich auf andere Bereiche der Gesellschaft haben.
Um den SchülerInnen Einblick in die praktische Tätigkeit sozialer Einrichtungen zu ermöglichen, werden Lehrausgänge und Exkursionen organisiert und Experten verschiedener Institutionen zu Vorträgen und für Workshops eingeladen. Dabei lernen die SchülerInnen auch in der Öffentlichkeit weniger bekannte Berufsbilder kennen und können so das Spektrum für eigene Berufswünsche erweitern.
Außerdem sollen durch computerunterstützte Projektarbeiten praktische Erfahrungen im Bereich Projektmanagement erworben werden und Teamfähigkeit, Selbständigkeit und Konfliktfähigkeit geschult werden. Die Präsentation der Ergebnisse der Projektarbeiten erfolgt vor der außerschulischen Öffentlichkeit. Bei der Reife- und Diplomprüfung kommt den KandidatInnen dieses Know-how zugute, da die Präsentation eines Projektes, an dem sie mitgearbeitet haben, Prüfungsgegenstand ist.
Der Unterricht im Ausbildungszweig Sozialverwaltung ist in Form von Blockunterricht organisiert. Dabei ergeben sich immer wieder Situationen, in denen durch den gezielten Einsatz verschiedener Entspannungsübungen Kreativität, Aufmerksamkeit und Wohlbefinden gesteigert werden können.
In diesem vierjährigen Lehrgang sollen die SchülerInnen Fachwissen und Sicherheit in kommunikativen Techniken erwerden, aber ebenso wichtig ist auch die Weiterentwicklung der Persönlichkeit der Schüler und Schülerinnen. Denn dadurch wird es ihnen erleichtert, dem beruflichen Konkurrenzkampf nach Verlassen des geschützten Bereiches der Schule gewachsen zu sein.
Einige Beispiele für Lehrausgänge und Exkursionen:
Lehrausgänge:
- Caritasheim "Johanneshaus"
- Landesjugendheim
- Pensionisten- und Pflegeheim
- Mütterstudio
- Krankenhaus
- Apotheke
- Frauen für Frauen
- Landesjugendheim Korneuburg
- Caritasheim "Turmhof" Retz
- Rehabzentrum "Weißer Hof"
- LKH Stockerau
- BVA Wien
- Dialog im Dunkeln
- "Mondscheinkinder - Ein Leben in Dunkeln "
- "Familienrecht"
- "Aids"
- "Projekt Integrationshaus"
- "Psychosomatik"
- "Arbeitsrechte von Behinderten "
- "Mutterglück"
- Connencting People (Asyl)
- Postpartale Depression (Semmelweisklinik)
- Humana Projekt
- Primar Dr. Reiter (Transplantationsmedizin)
- Zollfahndung Tulln (Drogenkriminalität)
Mag. Ingrid Ulrich, Mag. Peter Weissenbacher
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